Regeln in der Fotografie

Mit dem fünften Adventskalendertürchen kommt heute eines meiner fotografischen Lieblingszitate zum Vorschein:

There’s only one rule in photography – never develop colour film in chicken noodle soup.

Sinngemäß könnte man es wie folgt übersetzen:

Es gibt nur eine Regel in der Fotografie: Entwickle niemals einen Farbfilm in Hühnchensuppe.

Mit dieser scheinbar unglaublichen, jedoch wirklich zutreffenden Weisheit kommt einer der berühmtesten Naturfotografen unserer Zeit daher. Der Kanadier Freeman Patterson.

Diese Weisheit halte ich mir immer wieder regelmäßig vor Augen. Natürlich gibt es sowohl technische als auch gestalterische Grundsätze, den man folgen kann (aber nicht muss). So sind ISO, Blende und Verschlusszeit das fotografische Bermudadreieck, durch das wir uns geschickt manövrieren. Drittelregel und Goldener Schnitt wenden wir bewusst oder unbewusst an. Aber sind das wirklich Regeln? Und wenn ja, müssen wir diese wirklich blind befolgen?

Manchmal gibt es Fotoshootings, die in der Vorbereitung besonders komplex sind. Dabei versuche ich dann sämtliche Motive (und auch mögliche Schwierigkeiten in der Location) bereits im Kopf durchzuspielen. Meist komme ich dann aber zu dem Schluss, dass das doch alles gar nicht so wahnsinnig „aufregend“ ist. Ich sag mir dann einfach „Ich fotografiere so, wie ich es genau in diesem Moment für richtig empfinde. Regeln nerven, also gibt es für mich keine Regeln.“ . Häufig führt dies dann auch zu ungewöhnlichen Motiven, mit denen der Kunde (im positiven Sinne) gar nicht gerechnet hat.

Also befreit euch von fotografischen Zwängen … und esst bei Gelegenheit mal wieder eine warme Hühnchensuppe. Kann bei den aktuellen Temperaturen gar nicht schaden.

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