10 Tipps für das Fotografieren in der Weihnachtszeit

Fotografieren in der Weihnachtszeit – eine Herausforderung für Fotograf und Fotoausrüstung. Während der Weihnachtszeit verwandelt sich die Welt in ein großes Lichtermeer. Lichterketten hängen dekorativ an Laternen, ganze Straßenzüge sind erleuchtet, in Fenstern funkeln kleine bunte Lichter. Für uns Grund genug trotz der Kälte mit der Kamera loszuziehen.

Fotografieren in der Weihnachtszeit – so gelingt es!

Nachfolgend habe ich euch zehn Tipps zusammengestellt, mit denen ihr eure weihnachtlichen Fotoausflüge erfolgreich meistern werdet:

  • Bereitet die Kamera bereits zu Hause vor, damit ihr nicht erst unterwegs im Schneetreiben leere Speicherkarten und den richtigen Akku einsetzt
  • Nehmt euch ein paar Schokoriegel mit. Bei niedrigen Temperaturen hat euer Körper gut zu tun. Da freut er sich zwischendurch über etwas Nachschub. Klassische Müsliriegel würde ich nicht empfehlen, da diese bei solchen Temperaturen sehr hart und somit ungenießbar werden.
  • Mikrofasertuch einpacken (falls es mal regnet oder schneit und dabei Wassertropfen auf dem Objektiv landen). Aus dem gleichen Grund empfehle ich wasserabweisende bzw. wasserdichte Fototaschen. Bei den lediglich wasserabweisenden Taschen kann es je nach Qualität aber passieren, dass diese bei Dauerregen bzw. -schnee ganz langsam durchweichen.
  • Unbedingt mehrere Reserveakkus (für Kamera und Blitz) mitnehmen. Diese solltet ihr in der Hostentasche oder in der Innentasche eurer Jacke verstauen. Das schützt die Akkus vor Kälte und somit vor Energieverlust.
  • Bei den zu dieser Jahreszeit üblichen Temperaturen ist es sinnvoll, energiesparend zu arbeiten, da die Kälte sehr an der Akkuladung zehrt: Schaltet den Live-View-Modus aus. Schaut lieber durch den den Sucher (falls vorhanden). Beschränkt das Betrachten der Bilder auf dem Kamerabildschirm wirklich nur auf das Nötigste.
  • Da es momentan sehr dunkel ist, müssen wir uns etwas mit dem Licht einfallen lassen: an dieser Stelle würde ich immer erst mit der ISO-Zahl (Lichtempfindlichkeit) der Kamera hochgehen (und den Blitz zunächst in der Tasche lassen). Dabei ist jedoch Vorsicht angesagt: mit höherer ISO-Zahl nimmt das Bildrauschen langsam zu. Bei einigen Kameras fängt dies schon bei ISO 800 an, während andere Kameras ca. 12000 ISO und mehr gut arbeiten können.
  • Auf jeden Fall solltet ihr ein Stativ einpacken, damit ihr auch Langzeitbelichtungen durchführen könnt. Für das Fotografieren auf belebten Weihnachtsmärkten empfehle ich ein Einbein-Stativ. Damit könnt ihr euch besser durch die Menschenmenge bewegen. Alternativ könnt ihr mit einem Dreibeinstativ an weniger belebten Tagen (zum Beispiel unter der Woche) losziehen. Bei Langzeitbelichtungen erwärmt sich sich Kamera und somit auch der Sensor. Dies führt wiederum zu einem stärkeren Rauschen. Wenn ihr nach mehreren Langzeitaufnahmen die Kamera zwischendurch mal ausschaltet, kann sich der Sensor wieder abkühlen und das Problem ist behoben.
  • Lieber etwas dünnere Kleidung in „Zwiebelschichten“ übereinander tragen statt mit der dicken aufgeplusterten Winterjacke durch die Gegend laufen. Das macht euch beweglicher und der Griff zur Kameratasche (z. B. beim Objektivwechsel) wird erleichtert.
  • Dünne, nicht fusselnde Handschuhe tragen. Festes Schuhwerk und gute Wandersocken anziehen (bei Langzeitbelichtungen steht ihr manchmal recht lange auf einer Stelle herum – das kann durchaus ungemütlich werden)
  • Wenn ihr nach der weihnachtlichen Fototour nach Hause kommt, solltet ihr die Kamera unbedingt noch in der kalten Tasche lassen und am besten in einen kühlen Raum stellen. Ein zu rascher Temperaturwechsel kann zu Kondenswasser im Gerät und somit zu späterem Rost führen.

Na, Lust bekommen auf Fotografieren in der Weihnachtszeit? Dann los! Kamera einpacken, vernünftig anziehen und ab auf den nächsten Weihnachtsmarkt! Und vergesst nicht neben der ganzen Fotografiererei auch ein paar gebrannte Mandeln zu naschen oder euch mit einem leckeren Glühwein zu stärken.

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